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Manche alte Häuser sind wegen schlechter Dämmung, veralteter Haustechnik, oder eines miesen Grundrisses nicht mehr up to date: So stellen sich heute weder Käufer noch Mieter ihre vier Wände vor. Mit einer Altbausanierung lassen sich die betagten Bauwerke allerdings attraktiv machen. Dabei sollte man, um eine Kostenexplosion zu vermeiden, Prioritäten setzen.
Zeitgemäßer Zuschnitt: Grundrissänderungen
Manche alte Wohnungen zeugen noch von den Wohnverhältnissen unserer Vorfahren: Ein kleines oder gar kein Bad, selbst das WC nicht in der Wohnung, sondern als Geschoss-WC ins Treppenhaus verlagert. Gibt’s nicht mehr? Von wegen. Gerade in Großstädten finden sich noch vereinzelt alte Mietshäuser, die seit Jahrzehnten keine Auffrischung mehr erlebt haben. Doch auch wenn die Basis-Ausstattung vorhanden ist, so genügt der Zuschnitt vieler Wohnungen, die in den 1950er- und 1960er-Jahren errichtet wurden, nicht mehr den heutigen Anforderungen. Der erste Schritt vor einer grundlegenden Altbausanierung ist deshalb, zu prüfen, ob der Grundriss einer Wohnung noch zeitgemäß ist und wie sich mit möglichst wenig Aufwand ein zeitgemäßer Zustand herstellen lässt. Ein Beispiel: Manche Altbauwohnung verfügt über ein kleines, schlauchförmiges Bad, eine recht knapp geschnittene Küche und mehrere Zimmer. Am einfachsten ist es in einem solchen Fall, das alte Bad zum reinen WC umzuwidmen, in der ehemaligen Küche ein großzügiges Bad einzubauen und eines der Zimmer zur Küche umzubauen. Dadurch geht zwar ein Zimmer verloren, die neu entstandene Wohnung entspricht nach der Altbausanierung allerdings den Anforderungen, die die immer häufiger werdenden Ein- bis Zwei-Personen-Haushalte nachfragen.
Ausbauten und Haustechnik in der Altbausanierung
Damit eine Wohnung nach der Sanierung zeitgemäßen Ansprüchen gerecht wird, müssen auch einige Investitionen in den Ausbau und die Haustechnik gesteckt werden. Zu erneuern sind oft veraltete Gas- und Wasserleitungen. In vielen Fällen funktioniert die Elektrik zwar noch, ist aber unterdimensioniert. Hier gilt: Wird die Elektrik neu verlegt, besser etwas überdimensioniert planen: also lieber einen Stromkreis zu viel, als einen zu wenig und gerne auch ein oder zwei Steckdosen mehr als dies heute standardmäßig üblich ist. Verfügt der Altbau über einen in früheren Zeiten oft üblichen Holzdielenboden, so lohnt es sich oft, diesen aufzuarbeiten. Ansonsten bieten sich als Bodenbelag zum Beispiel Fliesen oder Laminat an - sofern der Unterboden für eine Verlegung geeignet ist. Schwingende und unebene Unterboden verlangen nach einer ausgleichenden und festigenden Schicht, zum Beispiel in Form von Verlegeplatten oder Asphalt-Estrich. Erst dann kann der neue Oberboden verlegt werden.
Energetischen Standard verbessern
Bei einer Altbausanierung sollten jedoch nicht nur Optik und Ausstattung, sondern auch die energetische Bilanz verbessert werden. Ein Austausch der Fenster kann einiges bringen: Inzwischen gibt es selbst denkmalgerechte Fenster mit zwei- oder gar dreifacher Wärmeschutzverglasung. Und auch eine Erneuerung der Heizung bringt einiges. In einem alten Mehrfamilienhaus bietet es sich zum Beispiel an, Einzelöfen gegen eine Gastherme mit Brennwerttechnik auszutauschen, da diese sogar die Wärme der Abgase zu Heizzwecken verwertet. Soll es eine Zentralheizung sein, ist die Auswahl an möglichen Heizsystemen groß: Von Holzpellet-, Gas- oder Ölzentralheizung bis hin zur Wärmepumpe ist hier vieles möglich. Bei den Dämm-Maßnahmen sollte an Dach, Kellerdecke und Fassade gedacht werden, letzteres, sofern dies aus Denkmalschutz-Sicht sinnvoll ist.